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Gesunder Boden: Warum Humus?


wulf

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Humusreiche Erde ist dunkel und duftet nach Waldboden. Sie kann das Regenwasser wie ein Schwamm festhalten und stellt den Pflanzen Nährstoffe zur Verfügung. Obendrein entzieht Humus der Atmosphäre Kohlendioxid.

7 Tipps für gesunden Boden

1. Erde nicht offen liegen lassen

Damit der Humusgehalt hoch und der Boden lebendig bleibt, lasse die Erde nie eine längere Zeit offen liegen, schon gar nicht im Sommer. Denn wertvoller Dauerhumus baut sich nur unter feuchten, kühlen Bedingungen auf. Bei Sonne und Hitze wird Humus schnell abgebaut. Das lässt sich im Gebirge beobachten: An Nordhängen liegen dicke Humusschichten, die Südhänge sind karg und steinig.

2. Mulchen mit Rasenschnitt

Im Garten mulchst du Gemüsebeete mit frischem Rasenschnitt, den Blättern von Brennnessel und Beinwell oder mit gejäteten Beikräutern, die nicht blühen und keine Samen tragen sollten. Aus frischen grünen Blättern entsteht Nährhumus, der die Pflanzen sanft düngt.

3. Futter für Regenwürmer

Selbst bei Aussaaten und wenn es viele Schnecken gibt, solltest du Heu, Gras oder Blätter hauchdünn zwischen die Reihen und Pflanzen streuen, damit die Regenwürmer was zu futtern haben.

4. Häckselgut für Blumenbeete

Bedecke Staudenbeete und den Boden unter Sträuchern mit Häckselgut, das sieht besser aus als Grasschnitt, düngt aber nicht. Für Pflanzen wie Kulturheidelbeeren, die sauren Boden brauchen, ist Rinde zu kalkhaltig.

5. Kompost gewinnt immer

Kompostiere nach üblichen Kompostregeln. Eine heiße Rotte mit Temperaturen über 60 °C solltest du nicht anstreben, dabei wird viel organische Substanz in Kohlendioxid umgewandelt. Holzige und strohige Pflanzenteile und das Laub gerbstoffhaltiger Bäume verrotten langsam, ergeben aber Dauerhumus. Es ist schade, Äste und Strauchschnitt in der Biotonne zu entsorgen. Lege, wenn möglich, einen extra Komposthaufen an, der zwei Jahre vor sich hinrotten kann.

6. Gründüngung für den Winter

Lasse über den Winter auf Gemüsebeeten eine Pflanzendecke aus frostfester Gründüngung wachsen (Winterroggen, Feldsalat, Spinat). Auf schwerem Boden wähle lieber absterbende Pflanzen (Senf, Buchweizen).

7. Möglichst wenig umgraben

Störe und öffne den Boden so wenig wie möglich. Das bedeutet: Grabe so wenig wie möglich um, und lockern den Boden nur dort, wo anschließend gepflanzt und gesät wird.

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